Das bin ich – mein Weg begann nicht auf der Matte
Ich bin Brigitte Konstroffer, Gründerin von Yogong.
In diesem Beitrag erzähle ich Dir, warum mein Weg zu Brigitte Konstroffer Yogong
nicht auf der Matte begann, sondern mitten im Leben. Es geht um Körperwahrnehmung,
Erfahrung, Qi Gong, Tanz, Familie, Verantwortung und um die Haltung, die heute hinter Yogong steht:
YOGA ist eine LEBENSART.
Manchmal sieht man einen Menschen in seiner heutigen Rolle und glaubt, der Weg dorthin sei von Anfang an klar gewesen.
Man sieht eine Yogalehrerin, ein Yogastudio, Kurse, Matten, Klang und Menschen, die ankommen.
Deshalb könnte schnell der Eindruck entstehen: Das war eben schon immer Yoga.
Bei mir war es anders. Mein Weg begann nicht auf der Matte, sondern mitten im Leben.
Er begann mit Erfahrungen, die mich geprägt haben, lange bevor ich wusste, dass sie später einmal in meine Arbeit einfließen würden.
Heute erkenne ich, wie sehr alles zusammengehört. Denn Yoga ist für mich keine Technik, die man nur auf der Matte ausführt.
YOGA ist eine LEBENSART.
1. Vorwort: Brigitte Konstroffer Yogong und ein Lebensweg, der später Sinn ergibt
Hallo Du,
ich glaube, viele Lebenswege versteht man erst rückwärts. Während man mittendrin ist, sieht man oft nur einzelne Stationen:
eine Erfahrung hier, eine Ausbildung dort, einen beruflichen Abschnitt, eine Krise, eine Entscheidung oder einen Neubeginn.
Erst später erkennt man, dass zwischen diesen Punkten ein roter Faden lag.
Bei mir war dieser rote Faden immer Verbindung. Es ging um die Verbindung zwischen Körper und Gefühl,
zwischen Bewegung und Ausdruck, zwischen Struktur und Freiheit sowie zwischen Mensch und Raum.
Ebenso ging es um die Verbindung zwischen innerem Erleben und äußerem Handeln, zwischen Festhalten und Loslassen.
Vielleicht ist genau daraus Yogong entstanden. Nicht als fertiges Konzept aus einem Lehrbuch,
sondern als Ergebnis eines gelebten Weges.
Ich bin nicht Yogalehrerin geworden, weil ich Yoga einfach nur schön finde.
Vielmehr hat mich mein Leben immer wieder zu ähnlichen Fragen geführt:
Was trägt einen Menschen? Was hilft, wenn der Körper nicht einfach funktioniert?
Was gibt Halt, wenn innen oder außen etwas wackelt?
Wie entsteht Vertrauen? Und wie begleitet man jemanden, ohne ihn festzuhalten?
Heute stehen diese Fragen in meiner Arbeit im Raum, auch wenn ich sie nicht jedes Mal laut ausspreche.
2. Der Reitunfall mit 14 Jahren
Mit 14 Jahren hatte ich einen Reitunfall. Die Folge waren drei Monate Krankenhaus, ein dreifacher Wirbelbruch
und danach das Wieder-laufen-Lernen. Das ist keine kleine Erinnerung, sondern eine Erfahrung,
die sich tief in den Körper schreibt.
In diesem Alter denkt man normalerweise nicht darüber nach, wie kostbar Bewegung ist.
Man läuft, springt, tanzt und lebt einfach. Der Körper scheint selbstverständlich zu sein,
bis er es plötzlich nicht mehr ist.
Nach dem Unfall war vieles anders. Mein Körper war nicht mehr nur etwas, das einfach mitmacht.
Er wurde zum Mittelpunkt, zur Grenze und zugleich zur Aufgabe. Deshalb musste ich neu lernen,
was vorher selbstverständlich war: aufstehen, belasten, vertrauen und Schritt für Schritt weitergehen.
Vielleicht kommt daher mein tiefer Respekt vor jedem Anfang. Wenn heute jemand in meine Yogastunde kommt und sagt:
„Ich bin unbeweglich“, „Ich habe Rücken“ oder „Ich weiß nicht, ob Yoga für mich geht“,
dann höre ich nicht nur einen Satz. Ich höre eine Geschichte.
Denn jeder Körper bringt eine Geschichte mit. Manche sieht man sofort, viele jedoch bleiben zunächst verborgen.
3. Was Schmerz über Wahrnehmung lehrt
Eine Erfahrung aus dieser Zeit ist mir besonders geblieben: Du merkst erst einmal nur den stärksten Schmerz.
Wenn etwas sehr laut ist, wird alles andere leise.
Das gilt nicht nur für den Körper, sondern auch für das Leben. Ein starker Schmerz nimmt Raum ein.
Dann ist da zunächst nur dieser eine Punkt. Alles andere tritt in den Hintergrund:
feinere Signale, kleine Spannungen, innere Bedürfnisse und leise Wahrnehmungen.
Heute sehe ich genau das auch im Alltag vieler Menschen. Dabei ist der stärkste Schmerz nicht immer körperlich.
Manchmal ist es Stress, manchmal Erschöpfung, manchmal Druck, innere Unruhe oder das Gefühl,
nur noch funktionieren zu müssen.
Yoga hilft für mich nicht dadurch, dass sofort alles verschwindet. Vielmehr hilft Yoga,
weil wir wieder unterscheiden lernen. Was ist wirklich laut? Was liegt darunter?
Was spüre ich noch? Wo halte ich fest? Und wo habe ich mich selbst lange nicht mehr wahrgenommen?
Deshalb beginnt Yoga für mich nicht bei der äußeren Form. Es beginnt bei der Wahrnehmung.
4. Drei Monate an einem Ort – und der Kopf wird frei
Drei Monate Krankenhaus sind eine lange Zeit. Zuerst ist da der Schock, dann der Schmerz,
später das Warten und irgendwann die Frage, wie es weitergeht.
Doch nach einer gewissen Zeit geschieht etwas anderes: Der Kopf wird freier.
Nicht sofort, nicht romantisch und auch nicht einfach. Aber wenn das Außen so begrenzt ist,
entsteht irgendwann ein innerer Raum.
Diese Erfahrung habe ich nie vergessen. Vielleicht war das mein erster tiefer Kontakt mit dem,
was ich heute im Yoga immer wieder erlebe: Wenn das Außen langsamer wird, kann innen wieder etwas hörbar werden.
Viele Menschen haben heute kaum noch diesen Raum. Der Alltag ist voll, der Kopf ist voll,
der Kalender ist voll und selbst freie Zeit ist oft noch organisiert.
In einer Yogastunde entsteht deshalb ein Gegenraum.
Es ist ein Raum, in dem nichts bewiesen werden muss. Der Atem wird wieder wahrnehmbar,
der Körper darf sprechen und der Kopf muss nicht dauernd planen.
Vielleicht ist genau das einer der Gründe, warum ich solche Räume schaffen wollte.
5. Lernen, wenn Wissen leicht wird
Eine weitere Erfahrung aus dieser Zeit war für mich sehr wichtig:
Wenn der Kopf frei ist, kann Lernen ganz leicht werden.
Damit meine ich kein Lernen unter Druck und auch kein bloßes Auswendiglernen.
Ich meine ein Lernen, bei dem Wissen aufgenommen, verstanden und mit Erfahrung verbunden wird.
Dieses Gefühl, Wissen aufzusaugen, hat mich später immer wieder begleitet:
in Ausbildungen, in Weiterbildungen, in der pädagogisch-therapeutischen Arbeit,
in der Buchhaltung, im Tanz, im Qi Gong, im Yoga, in der Massage und beim Aufbau meines Studios.
Immer wieder habe ich erlebt: Wenn etwas wirklich stimmig ist, wird Lernen nicht schwer.
Dann bleibt Wissen nicht nur im Kopf, sondern es wird verkörpert.
Genau das ist auch mein Anspruch an gute Yogastunden und gute Begleitung.
Es geht nicht nur darum, Informationen weiterzugeben. Entscheidend ist, dass etwas ankommt:
im Körper, im Alltag und im eigenen Erleben.
Ergänzende Informationen zu zertifizierten Präventionskursen findest Du bei der
Zentralen Prüfstelle Prävention
.
6. Qi Gong, Tanz und Theater als frühe Körperarbeit
Bevor Yoga mein Hauptweg wurde, waren andere Bewegungsformen da. Ein wichtiger Baustein war Qi Gong.
Dadurch habe ich erfahren, dass Bewegung nicht groß sein muss, um tief zu wirken.
Eine kleine Bewegung, ein bewusster Atemzug, eine klare Ausrichtung und innere Sammlung können sehr viel verändern.
Es geht dabei nicht um höher, schneller oder weiter, sondern um bewusster.
Auch Tanz war lange ein Teil meines Weges. Kindertanz, Solotanzprojekte, Musik, Rhythmus,
Körperausdruck und Bewegung als Sprache haben mich geprägt.
Hinzu kam das Theater, das mir Präsenz, Raumgefühl und Ausdruck vermittelt hat.
Theater hat mich außerdem gelehrt, sichtbar zu sein, Stimmungen wahrzunehmen und den Moment zu halten.
Heute fließt all das in meine Yogaarbeit ein.
Wenn ich unterrichte, sehe ich deshalb nicht nur, ob ein Bein richtig steht oder eine Haltung äußerlich korrekt aussieht.
Ich nehme wahr, wie ein Mensch in der Bewegung ankommt, wo jemand festhält,
wo Vertrauen entsteht und wo Sicherheit oder Mut gebraucht wird.
Yoga ist für mich deshalb nie nur Übung. Yoga ist gelebte Wahrnehmung.
7. Familie, Verantwortung und Loslassen
Zu meinem Weg gehört auch Familie. Mutter zu sein hat mich auf eine eigene Weise geprägt:
nicht laut und nicht als Rolle, die ständig nach außen gestellt werden muss,
sondern als tiefe Erfahrung von Verantwortung, Begleitung und Loslassen.
Kinder groß werden zu sehen, bedeutet vieles gleichzeitig. Es bedeutet Nähe und Verantwortung,
aber auch Sorge, Freude, Geduld und Vertrauen. Irgendwann bedeutet es auch Loslassen.
Heute zu sehen, dass meine beiden Kinder ihr eigenständiges Leben aufgebaut haben,
erfüllt mich mit Dankbarkeit. Nicht, weil ich daraus eine Leistung machen möchte,
sondern weil es mir zeigt: Begleitung bedeutet nicht, jemanden festzuhalten.
Vielmehr bedeutet Begleitung, so viel Halt zu geben, dass ein eigener Weg möglich wird.
Dieser Gedanke ist für mich sehr wichtig – im Yoga, in der pädagogischen Arbeit und auch im Coaching.
Ich möchte Menschen nicht abhängig machen. Stattdessen möchte ich Räume öffnen,
in denen sie sich selbst wieder klarer spüren, stärker werden und eigene Schritte gehen können.
Auch private Umbrüche gehören zu meinem Weg. Sie haben mich gelehrt,
Verantwortung zu übernehmen, loszulassen und trotzdem weiterzugehen.
Denn nicht alles im Leben bleibt so, wie man es einmal geplant hat.
Doch genau daraus können Stärke, Klarheit, Reife und ein tieferes Verständnis für andere Menschen wachsen.
8. Menschen begleiten, wenn Worte nicht reichen
Sieben Jahre war ich mit meinen Angeboten im Wohnheim für Menschen mit psychischen Erkrankungen tätig.
Dort gehörten Musik, Bewegung, Gruppenarbeit, Einzelbegleitung, Arbeitstherapie,
Alltag, Struktur, menschliche Nähe und klare Grenzen zusammen.
Diese Zeit hat mich tief geprägt. Dort lernt man, dass Entwicklung nicht immer schnell sichtbar ist
und dass kleine Schritte sehr groß sein können.
Außerdem wird deutlich, dass ein sicherer Rahmen oft mehr bewirken kann als viele Erklärungen.
Menschen funktionieren nicht nach Schema. Deshalb braucht es Wahrnehmung, Geduld und Verlässlichkeit.
In dieser Arbeit habe ich gelernt, stiller zu schauen:
Was braucht dieser Mensch jetzt? Was ist zu viel? Was ist zu wenig?
Was gibt Halt, was öffnet und was stabilisiert?
Ein Raum, eine Gruppe, eine wiederkehrende Struktur und ein Angebot, das nicht überfordert,
können viel tragen. Auch das gehört heute zu Yogong.
Achtsamkeit ist für mich deshalb kein Modewort. Achtsamkeit ist die Fähigkeit,
wirklich wahrzunehmen, was gerade da ist.
9. Warum auch Zahlen zu meinem Weg gehören
Zu meinem Weg gehört auch die kaufmännische Seite. Ich bin Bilanzbuchhalterin,
und genau das ist für meine Arbeit wichtiger, als viele auf den ersten Blick vermuten.

Im Bereich Zahlen bekommst Du Klarheit über Einnahmen, Ausgaben, Mindestumsatz, Rücklagen,
Steuern, Versicherungen und die wirtschaftliche Absicherung Deines Yogastudios.
Denn auch wenn Yogong warm, lebendig, achtsam und menschlich ist,
braucht ein Studio eine klare Basis. Ein Raum, der Menschen tragen soll,
muss schließlich auch selbst getragen sein.
Zahlen sind für mich nicht kalt. Vielmehr zeigen sie Wahrheit.
Sie zeigen, was möglich ist, was getragen werden kann und wo Klarheit fehlt.
Außerdem machen sie sichtbar, ob ein Angebot nur schön klingt oder wirklich bestehen kann.
Diese Erfahrung hilft mir heute doppelt: im eigenen Studio und im Yoga Business Coaching.
Viele Yogalehrerinnen haben ein großes Herz, aber zu wenig wirtschaftliche Klarheit.
Sie geben viel, kalkulieren wenig und hoffen, dass es irgendwie reicht.
Doch ein Studio kann nicht auf „irgendwie“ stehen. Ein Studio braucht Herz und Struktur.
Genau diese Verbindung ist für mich bodenständig und ehrlich.
10. Wie Yoga alles verbunden hat
Yoga kam nicht als erster Baustein in mein Leben. Vielmehr wurde Yoga die Verbindung vieler Stationen, die vorher schon da waren.
Meine eigene Körpererfahrung hat mir den Respekt vor Bewegung geschenkt.
Durch Qi Gong habe ich die ruhige Kraft kennengelernt, während der Tanz mir Ausdruck, Rhythmus und Freude an Bewegung vermittelt hat.
Das Theater brachte Präsenz, Raumgefühl und den Mut, sichtbar zu sein.
In der pädagogisch-therapeutischen Arbeit wuchs mein Blick für Menschen, ihre Grenzen und ihre Möglichkeiten.
Familie bedeutete für mich Verantwortung, Geduld und Loslassen.
Die Buchhaltung wiederum gab mir Struktur, Klarheit und den Blick für tragfähige Zusammenhänge.
Über die Massage kam die Nähe zur Körperwahrnehmung hinzu.
Und das Leben selbst hat mich gelehrt, dass Entwicklung Zeit braucht und oft erst rückblickend Sinn ergibt.
Heute steht Brigitte Konstroffer Yogong für genau diese Verbindung:
Yoga, Körperwahrnehmung, Erfahrung, Struktur und eine bodenständige Art,
Menschen auf ihrem Weg zu begleiten.
So wurde Yoga für mich nicht einfach eine Methode. YOGA wurde eine LEBENSART.
Nicht abgehoben, nicht kompliziert, nicht nur spirituell und nicht nur sportlich,
sondern mitten im Leben.
Es geht um Atmen, Spüren, Sortieren, Stärken, Loslassen, Verstehen und Weitergehen.
11. Fazit
Das bin ich. Nicht nur Yogalehrerin, nicht nur Studioinhaberin, nicht nur Bilanzbuchhalterin,
nicht nur pädagogisch-therapeutische Fachkraft, nicht nur Tanzpädagogin und nicht nur Mutter.
Ich bin ein Mensch, dessen Weg aus vielen Stationen besteht:
aus Schmerz und Wiederaufstehen, aus Lernen und Beobachten,
aus Bewegung und Ausdruck, aus Verantwortung und Loslassen,
aus Zahlen und Struktur sowie aus innerer Wahrnehmung und äußerer Verantwortung.
Genau daraus ist Yogong entstanden. Ein Ort, an dem Menschen nicht nur Yoga machen,
sondern wieder mit sich in Verbindung kommen.
Wenn ich heute von Brigitte Konstroffer Yogong spreche, meine ich deshalb nicht nur
einen Namen oder ein Yogastudio. Ich meine einen gewachsenen Weg, eine klare Haltung
und einen Raum, in dem Menschen wieder mit sich selbst in Verbindung kommen dürfen.
Wenn Du mehr über meine Arbeit erfahren möchtest, findest Du hier weitere Informationen zu
Brigitte Konstroffer und Yogong.
Wenn Du direkt Yoga in Merzig erleben möchtest, findest Du hier die aktuellen
Yogakurse im Yogong Yoga Studio Merzig.
Mit ganz herzlichem Namasté
Brigitte
